News / RundbriefeUnser Personal in TanzaniaSpitalNähschuleAmcos Bank
News
 Neujahrsgrüsse aus Afrika

Liebe  Freunde und Gönner

Das Jahr 2011 ist schon wieder vorbei, wir sind für ein paar Tage in den Ferien und wollen die Zeit nutzen, einmal unseren Freunden und Gönnern persönlich zu schreiben. In Mpanga haben wir immer so viel um die Ohren, da bleib fast keine Minute um hinzusitzen und die Gedanken zu ordnen. Dazu kommt die Hitze und manchmal hats kein Strom oder das Internet geht nicht usw.

Jetzt sind wir in Mbalizi bei Lehners, es ist schön kühl hier und Internet und Strom sind meistens vorhanden.

Diese Jahr durften wir wieder merken, dass sehr viele Leute an uns denken, für uns beten und viele haben ein grosses Herz uns bei der Arbeit finanziell zu unterstützen. Mit diesem Geld konnten wir viele Arbeiten weiterführen. Gerade jetzt ist ein Haus fertig geworden für Prisma, eine Mutter mit vier Kindern. Sie ist zuckerkrank, vorletztes Jahr musste ihr der linke Unterarm amputiert werden und dieses Jahr der rechte Unterschenkel. So ist sie jetzt auf den Rollstuhl und einen Helfer angewiesen, selber ist sie nicht mehr mobil. Ein Schicksal das hier ungleich schwerer ist als in Europa.

Das Spitäli konnten wir ein wenig erweitern, einen Materialcontainer aufstellen und einrichten, jetzt sind wir daran die Wasserversorgung vom Fluss her zu bauen. Wir haben immer zu wenig Wasser und gerade im Spital ist das kritisch. Wir konnten einen kleinen streifen Land bis zum Fluss kaufen, der ist ca. 500 Meter von unserem Haus entfernt. Da werden wir ein kleines Pumphäuschen bauen und eine Leitung bis zu uns ziehen. Hier an der Strasse wollen wir auch einen grossen Tank aufstellen damit die Nachbarn von dem Wasser profitiern können. Immer in der Trockenzeit gibt’s viele Darmerkrankungen wegen dem Mangel an sauberem Wasser.

Wir haben nun mehr als 30 Schüler die ganz oder teilweise von uns finanziert werden. Die Kosten sind sehr verschieden, in der Regierungsschule ca. 200.-Fr. pro Jahr , in der Krankenschwesternschule fast 1000.-Fr. pro Jahr. Die Schulen hier sind immer noch sehr unterdotiert mit Lehrern, viele Schüler müssen darum in eine Privatschule mit Internat. Es ist eine wichtige Aufgabe solche Schüler zu unterstützen um die Bildung gerade in den ländlichen Gebieten zu verbessern. Für unsere Arbeit sind wir mehr und mehr auf gebildete Leute angewiesen, jedoch wollen auswärtige Leute nich hierher kommen. Zu weit von der Stadt entfernt. Nur Leute von hier kommen nach der Ausbildung gerne wieder hierher zum arbeiten da sie dann eigene Felder haben, die Familien in der Nähe sind usw.

Also an dieser Stelle vielen herzlichen Dank für alle Eure grosszügigen Beiträge. Ohne diese Hilfen währen oben genannte Arbeiten nicht möglich. Und auch wir bekommen immer wieder neuen Mut wenn wir Euer Mittragen spühren dürfen.

Wir wünschen Euch alles Gute, Gottes Segen und Gesundheit für das neue Jahr 2012!

 

Bruno mit Margrit und Manschaft

  

Rundbrief aus Mpanga, Oktober 2011                       Liebe Freunde und Gönner
Wir sind traurig und froh zugleich. Anfang Oktober ist unsere liebe Hilfe, Raphaela Hänggli, nach 3 Monaten hier in Tanzania wieder abgereist. Traurig weil es eine so gute Zeit war mit ihr die jetzt zuende geht, froh weil sie gesund auf ihre geplante Reise weitergehen kann. Und natürlich weil wir sehr viel und sehr Gutes miteinander erleben durften. Es ist für uns wirklich immer sehr ermutigend wenn so junge Leute ein Herz und den Mut haben bei uns mitzumachen und mit uns alles zu teilen. Wir wünschen ihr auf ihrer Weiterreise Gottes Schutz und Segen und dann auch wieder einen guten Start in der Schweiz.
Die Zeit hier vergeht wie immer sehr schnell. Seit wir am 23. Mai hier angekommen sind ist sehr viel geschehen. Der Start war wieder einmal schwierig, zum einen weil die Containergeschichte abgewickelt werden musste und dann weil Margrit nach der ersten Woche hier wieder krank geworden ist. Sie ist Gott sei dank seit Anfang September wieder gesund und jetzt sind wir wieder ein ganzen Team. Raphaela war ein Segen in dieser Zeit, sie konnte Margrit viel abnehmen und konnte mit ihr spazieren und einfach alles tun damit sie schnell wieder gesund wird.
Wir sind nach zwei Wochen Dar, nachdem die Contrainergeschichte eingefädelt war, mal nach Hause gefahren. Alle haben sich über unsere Ankunft gefreut und sofort ist die Arbeit losgegangen. Die Arbeit im Spitäli war in den letzten Wochen auf ein Minimum reduziert worden. Ohne Margrit läuft halt auch da nicht viel. Wir sind auch immer noch am Anmelden für die offizielle Zulassung. Die Bürokratie ist auch da ziemlich mühsam. Wir wollen ja eine Zulassung nur als Dispensary, auch Geburten haben wir nicht vorgesehen. Nun wurde ich schon in der ersten Woche hier zweimal gerufen um eine Gebährende zu transportieren. Die erste, eine junge Frau, kam noch zu Fuss bis zum grössten Wasserloch das noch nicht passierbar war mit dem Ländi. Wir waren noch nicht ganz in Mpanga so haben die zwei Frauen die dabei waren gerufen: halt an und komm uns helfen! Nach einem Blick auf die Situation habe ich mich entschieden, die letzten 2 Kilometer weiterzufahren und den Doktor vom Dorf mitzunehmen. Als er zugestiegen war sagte er, fahr weiter bis nach Hause. Aber schon beim Fussballplatz rief er, fahr hier hinein und halt an. Nach weiteren 5 Minuten war das Baby gesund geboren und ich konnte die Familie im Spital abliefern. Nach ein paar Tagen wieder ein Notruf, diesmal eine Msukuma, eine Frau von den Kuhhirten. Ich konnte wiederum nicht bis zu ihr fahren und die Leute wollten sie per Velo bis zur Strasse bringen. Nach vergeblichem Warten konnte uns ein Einheimischer den Weg zeigen zu der Frau. Wir durchquerten einige Schlammlöcher und bei einer Baumgruppe haben wir die Frauen angetroffen. Die Gebährende lag auf dem Boden und hatte Wehen. Nach nur 100 Meter mit dem Landrover kam dann das Kind gesund zur Welt. Unsere Krankenschwester war dabei und so konnten wir die Mutter fachmännisch versorgen. Wir frageten die Mutter ob sie jetzt zu uns ins Spital kommen wolle oder lieber wieder nach Hause. Sie entschied sich wieder nach Hause zu gehen. So brachten wir die Familie zurück nach Hause. Wieder um viele Schlammlöcher herum. Wir sahen da dass die Frauen offenbar zu Fuss bereits gut 3 Kilometer gelaufen waren bevor sie nicht mehr konnten. Daheim bei der Mutter angekommen freuten sich alle und auch wir sind froh nach Hause zurückgekehrt. Mzee Mateka hat am nächsten Tag gesgt: Siehst Du, ihr wollt keine Geburten machen im Spitäli, so kommen die Geburten halt zu Euch auf dem Weg über die Transporte. Seit wir zurück sind haben wir bereits 4 Geburten im Landrover erlebt. Langsam bekomme ich Routine. Wir wollen wenn möglich über Weihnachten zu Lehners ins grosse Spital gehen und vielleicht eine Woche auf der Gebährabteilung arbeiten um bessere Kentnisse zu bekommen umd damit professioneller werden. Sie haben dort bis zehn Geburten am Tag. In letzter Zeit haben wir hier vermehrt AIDS-Fälle und vielmals verbunden mit TB. Wenn dann noch Wunden dazukommen ist die Situation sehr schwer zu bewältigen. AIDS wird hier immer noch sehr stark versteckt. Niemand will, dass bekannt wird dass er diese Krankheit hat obwohl öffentlich viel informiert und auch Prophylaxe gesprochen wird.
Schon bald rückte das Datum der Anreise von Raphaela näher und wir reisten wieder nach Dar. Da ist der Bericht von Raphaela:
Jetzt bin ich schon seit 3 Monaten hier und die Zeit vergeht viel zu schnell! Jetzt heisst es für mich leider bereits Abschied nehmen.
Als ich in Dar ankam, hatte ich nur eine kleine Vorstellung davon, was mich in Mpanga erwartet. Da Margrit und Bruno noch mit den Containern und Zahnarztterminen zu tun hatten, reiste ich mit einer Studentin und der Nähschullehrerin im Rüttelzug nach Mlimba. Von da wurden wir mit dem Auto abgeholt und ich konnte mir ein erstes Bild von den Strassen hier machen. Sie sind staubig, schmal und es hat überall Löcher. In Mpanga wurde ich herzlich von den Menschen aufgenommen und ich fühlte mich schnell zu Hause.
Trotzdem freute ich mich riesig als Bruno und Margrit nach 3 Wochen auch kamen und ich wieder häufiger schweizerdeutsch reden konnte. Im Spitäli konnte ich der Krankenschwester vom ersten Tag an helfen. Es gibt immer viel zu tun, Wunden, Abszesse, Verbrennungen versorgen und viele Kinder die an Malaria erkrankt sind. Ich merkte schnell, dass hier Tod und Leben sehr nahe bei einander sind. Einmal starb leider ein kleines Kind am sehr hohen Fieber der Malaria da sie zu spät zu uns kamen. Später fuhr ich das tote Kind mit der schreienden Mutter und Grossmutter mit dem Landrover nach Hause. Es war tragischerweise ihr einziges Kind und sie ist bereits über 40. Das war ein sehr trauriger Moment. Am gleichen Tag jedoch durften wir erleben wie ein ganz kleines Baby nach schwerer Atemnot wieder gesund wurde. So konnte ich mich wieder freuen. Zum Glück sehen wir weit mehr Menschen die wieder gesund werden als solche die es nicht schaffen.
Ein paar Mal fuhr ich mit Bruno auf die Felder und konnte einen Eindruck vom Reisernten gewinnen. Es war sehr interessant die ganze Handarbeit zu sehen. Mit den Containern kam dann ein riesiger Berg Arbeit, alles sortieren und einzuräumen braucht extrem viel Zeit. Zuerst verteilten wie allen Mitarbeitern ein Velo und den Kindern die Traktoren und Velöli. Danach machten Margrit und ich uns ans Kleider sortieren. Wir stellten für jede Familie ein Paket mit den passenden Sachen zusammen. Wir schwitzen mehrere Tage im heissen Zelt wo sich die Säcke befinden, aber am Schluss ist es einfach schön zu sehen, wie sehr sich die Leute über die Kleider freuen und schon hat sich die Arbeit mehr als gelohnt!
Abends machten Margrit und ich häufig einen Spaziergang, dabei hatten wir Zeit über Erlebtes zu reden und Besuche zu machen. Die Menschen leben in extrem einfachen Lehmhütten und ich bin immer wieder überrascht wie viele Personen darin Platz haben. Es ist bewundernswert mit wie wenig die Leute hier auskommen, wie fröhlich sie sind trotz aller Schwierigkeiten.
Ich durfte hier jeden Tag etwas Neues erleben und ich bin sehr dankbar für die wunderbare Zeit!
 
2
Margrit und Bruno leisten hier riesige Arbeit und es ist toll zu sehen, mit wie viel Liebe, Freude und Geduld sie alles meistern. Sie haben für jeden ein offenes Ohr und helfen jedem dem sie können.                   Asante sana! *********************
Wir haben also gekämpft um unsere Container, die bekannten Schwierigkeiten waren alle da. Ich glaube in der Schweiz können sich nur wenige so recht vorstellen was die allgegenwärtige Korruption für Schwierigkeiten verursacht. Wir konnten, mit viel Gebeten und Gottes Hilfe, alle drei Container auslösen ohne auszupacken und mit relativ wenig Schmiergeldern. So machten wir uns mit drei schweren 6-achsigen Lastzügen auf den langen Weg nach Mpanga. Der Schwerste brachte 45 Tonnen auf die Waage. Ich hatte schwere Bedenken, dass unsere baufälligen Brücken das nicht aushalten würden. Mit dem Landrover bin ich voraus und manchmal hintennach gefahren, habe Fotos gemacht und gebetet. Einige Brücken haben gewackelt als würden sie sofort zusammenbrechen. Aber, nach vier langen Tagen konnten wir die Container am Sonntag bei uns begrüssen. Unsere Leute wollten alle sofort ausladen und so konnten wir die letzten Waren ca. 10 Uhr nachts in unser Lagerhaus stellen. Wir waren sehr dankbar, dass dieses Mal die kompletten Container bis nach Mpanga gebracht werden konnten. Es ist bedeutend angenehmer zu hause auszupacken mit den eigenen Leuten als wenn in Dar mit fremden Leuten umgeladen werden muss. Auch kommt die Ware ganz an im Gegensatz, wenn auf kleine Lastwagen umgeladen wird, zerbricht alles was nicht sehr gut eingepackt ist. Auch die Remontagen der Traktoren konnte hier bestens gemacht werden. Jetzt ist eigentlich nur noch das Problem, dass viele Maschinen zerlegt sind und niemand ausser mir weiss, was und wie das zusammengesetzt werden muss. Und ich habe einfach zuwenig Zeit, mich um das zu kümmern. So liegt bis heute vieles noch unausgepackt im Lagerhaus. Wir haben bereits einen Contanier dazugekauft, damit mal die Spitalwaren und die Kleider versorgt werden können. Das Lagerhaus wird eben dringend gebraucht, um Reis der Bauern einzulagern. Es sind bereits ca. 3000 Sack am Lager.
Unsere Arbeit wird langsam von der Regierung wahrgenommen. Das Kilomberotal, wo wir zuhinterst wohnen, ist so gross wie das Schweizer Mittelland. Jetzt will die Regierung diese Gegend bevorzugt entwickeln und wir sollen das Nahrungsmittelhaus des ganzen Landes werden. So soll sehr viel Geld in die Landwirtschaft inverstiert werden. Da die Regierung weiss, dass dazu die privaten Firmen nötig sind, haben sie uns ins Komitee gewählt welches die ganze Sache organisieren soll. Das ist zum einen gut, auf der anderen Seite wird das für mich noch einmal zusätzliche Reisen nach Ifakara bedeuten und viel Zeit geht so verloren. Auch sind wieder einmal Hilfsorganisationen bis nach Mpanga gekommen um abzuklären, auf welchem Weg die Hilfsrpojekte organisiert werden können. Nachdem sie unsere Arbeit und den Betrieb gesehen haben wollen sie uns als Stützpunkt brauchen. Es geht also etwas vorwärts und wir freuen uns natürlich wenn die Leute hier einen kräftigen Entwicklungs-Schub bekommen. Die Stromleitung von Mlimba via Mpanga nach Malinyi ist jetzt im Bau. Das heisst dass wir tatsächlich bald Strom bekommen werden, das wird bei uns einiges vereinfachen und auch kostengünstiger machen. Leider wird es aber auch laut werden. Ueberall wo es Strom hat laufen die Radios mit möglicht grossen Lautsprechern auf Vollgas, manchmal bis tief in die Nacht. Vielleicht müssen wir dann doch noch das Haus auf dem Berg bauen.
Vom 14. Bis 18.September durften wir eine Evangelisation auf dem Fusspallplatz von Mpanga durchführen. Einige unserer Leute haben einen ganzen Sack Reis dafür gespendet. Sie sind alle so dankbar, dass Margrit wider gesund ist. Sie ist für unsere Leute halt die Mama. Wir hatten zwei auswärtige Singchöre eingeladen und auch geholt mit dem Lastwagen und drei Prediger von Mikumi und Dar es Salaam. Jeweils um 4 Uhr Nachmittags haben die Chöre mit eingängigen Liedern und Tänzen angefangen und die Prediger haben dann bis 6 Uhr abends gepredigt und die Leute aufgerufen, ihr Leben zu ändern und Jesus nachzufolgen. Nicht wenige haben sich auch dazu entschlossen und wir sind froh für jeden einzelnen, der ernst macht mit Gott in seinem Leben. In unserem Alltag hier wird einem immer wieder Bewusst, dass ohne Veränderung des Einzelnen das Ganze nicht aufblühen kann.
 
Seit drei Wochen ist die Ackersaison wieder am anlaufen. Wir kämpfen wie immer mit vielen Sachen aufs mal. Traktoren sind noch nicht ganz fertig, Pflüge müssen gekauft werden, Diesel ist am ausgehen, Geld ist knapp für Ersatzteile usw.usw. Die frischen Traktoren aus der Schweiz sind eine Freude anzuschauen. Hoffentlich bleiben die einige Jahre ganz.Mit dem grössten, dem Deutz DX160 sind wir im Moment in Mngeta bei der Firma KPL, die haben dort eine 10 000 acre Farm und mussten Traktoren zumieten um die Felder nochmals zu vergrössern, Unser Traktor ackert bis zu 20 ha pro Tag. Diese Einnahmen werden uns helfen, eine neue grosse Scheibenegge zu kaufen. Mitte Oktober kommt der Traktor zurück um in unserer Gegend um den zahlreicher werdenden Bauern zu ackern. Seit zwei Wochen haben wir einen neuen Mann, Ditram Mhenga, als Vorsteher für alle Arbeiten angestellt. Er macht die Sache bis jetzt sehr gut, wir sind sehr dankbar dafür. Er ist eine Gebetserhöhrung und genau im richtigen Moment gekommen.
Letzte Woche feierten wir Abschluss mit dem 2.Jahrgang unserer Nähschule. Es war eine Freude zu sehen, wie jede der jungen Damen dank grosszügigen Spenden wiederum einne Nähmaschine in Empfang nehmen konnten. Jede hat so einen guten Start in ein bescheidenes Leben.
Noch eine kleine Begenheit: In unserer Nähe, ca. 1 Km von zuhause, hat es einen kleinen Weiher. Da hat es vier, manchmal bis 6 Flusspferde. In den letzten Tagen sind diese bis an unsere Grenze gekommen und haben sämtliche Maisfelder abgefressen. Uns wundert es immer wieder, dass es eigentlich mitten unter den Leuten hier solche Riesen-Viecher gibt. Normalerweise fressen sie im angrenzenden Wald, aber sie haben halt auch lieber Mais als nur gewöhnliches Gras.
Wir waren, nachdem Raphaela abgflogen ist, noch zwei Wochen in Dar und haben die Traktoren-Ersatzteile die von England angeliefert wurden aus dem Zoll gelöst. Es war zwar nur ein Palett, aber die Prozedur glich der für einen ganzen Container. Nur ein Wort dazu, es ist mühsam. Auf dem Weg nach Mpanga haben wir 79 kleine Kücken mitgenommen. So hat Margrit jetzt wieder eine grosse Schar an Haustieren zu versorgen. Zwei unserer Hunde und zwei Katzen haben Jungeeine ganze Schar junger Hasen springt herum und auch die Enten werden immer mehr. Letzte Woche wollte jemand Krokodileier bringen zum Ausbrüten, wir haben abgelehnt.
Heute Sonntag waren wir in Mfiliga bei den Wasukuma. Die haben eine Kirche im Rohbau fertig und bitten darum dass wir helfen Bleche zu kaufen. Kostet mit dem Holz ca. Fr.2000.- In der kleinen provisorischen Graskirche habe ich über die Nächstenliebe gepredigt. Hoffen wir, dass einigen etwas hängenbleibt und so die Gemeinschaft vorwärts kommt. Es ist wieder sehr heiss geworden, heute haben wir bis 35 Grad im Haus, jetzt um 9 Uhr Nachts noch 29 Grad und es ist windstill.
An dieser Stelle möchten wir uns noch- und wieder einmal von Herzen bedanken für alle Gebete, Spenden und für allen Zuspruch in Form von Mails, Briefen und Telefonaten. Wir fühlen uns getragen und könnten nur einen Bruchteil aller Arbeit tun ohne diese Unterstützung.
 
 
Zum Abschlus noch ein paar Gedanken:
Nicht der Besitz verstösst gegen Gottes Gebot sonder die Armut des Nachbarn.
Es gibt zwei Arten Gutes zu tun, Geben und Vergeben.
 
Viele liebe Grüsse, wir wünschen von ganzem Herzen Gottes Segen und Bewahrung für alle daheim in der Schweiz.
 
Margrit, Bruno mit ganzer Mannschaft

10.7.2011
Hallo zusammen. Wir sind jetzt schon wieder mehr als einen Monat hier in Tanzania. Zuhause geht die Arbeit wie gewohn weiter, die Leute sind am Reisernten und wir haben mit den Transporten von den Feldern angefangen. Die Strassen sind langsam trocken und passierbar.
Raphaela Hänggi aus Gränichen ist bei uns angekommen. Sie wird uns 3 Monate unterstützen. Am Freita ist sie mit dem Zug nach Mpanga abgefahren und Samstagmorgen um 2 Uhr gut angekommen.
Wir sind jetzt wieder in Dar. Die Container sind im Hafen angekommen und morgen Montag fange ich mit dem bürokratischen Hindernisslauf an. Wir hoffen und beten dass es diesmal gut gehen darf. Der Zollagent sagt bis jetzt dass alles planmässig läuft. Aber die Ueberraschungen kommen meist später. In der Stadt herrscht Strommangel. Etliche Stunden pro Tag fällt das Netz aus. So wird die Arbeit zuweilen mühsam.

Liebe Grüssen an alle daheim.
Bruno mit Margrit und Manschaft


Die Containeraktion ist abgeschlossen. 3 Container wurden verladen. total 7 Traktoren dazu 6 Ersatzreifen, 2 Dieselmotoren, 3 Anhängerchassis, 1 Gabelstapler für Traktor, 10 neue Traktorbatterien, 3 Wagenheber, 2 Schweisstranformer, 3 grosse und 8 kleine Holzbearbeitungsmaschinen, 1 kleine Bandsäge, 3 Schleifmaschinen und diverse Handbohrmaschinen, 11 Motorräder, 2 Generatoren, 3 Kompressoren, 5 Elektro-Motoren, 30 Boxen mit Werkzeug, 5 Werkzeugkisten, 15 Meter Gestell, 40 Computer, 3 Drucker, 2 Kopierer, 27 Tret- und 25 el. Nähmaschinen, 6 Schreibmaschinen, 270 Boxen Spitalmaterial, 2 Úntersuchungsbetten, Medi-Schrank, Sterilisator, ca.150 Paar Gehstöcke, 320 Kleidersäcke, 120 Velos, 23 Kindervelos, 45 Storenstoff-Rollen, 11 Wandtafeln, 13 Schulpulte, 46 Boxen mit Spielmaterial, 3 Boxen Bastlmaterial, 3 Kindertraktoren, div. Kinderspiel- und Sportgeräte, Bestandteile zum Haus (Eisenrahmen, Stützen und Fenster und Türen), 1 Set Schlafzimmer- und Einrichtungsmöbel, 1 Benzintanksäule, 1 Palett Krangurten und Drahtseile, 1 Kettenzug mit Kranbahn schwer, 6 Leitern, 1 grosse Güllepumpe, 3 Keyboard, 2 Verstärker und und und und vieles mehr.
Wir sind allen Spendern und Helfern sehr dankbar und bitten jetzt um eure Gebete dass die Container auch mehr oder weniger reibungslos durch den Zoll gehen mögen in Dar es Salaam. Die Container kommen voraussichtlich am 1,7,2011 dort an.
 Am Montag, 23.5.2011 fliegen wir wieder in die neue Heimat zurück. Auf wiedersehen und Gott behüte Euch alle!