Liebe Hanni, Lieber Geri

Ihr kennt das Projekt MUMAU nun seit vielen Jahren und seid treue Unterstützer in vielerlei Hinsicht – sei es durch lange Telefongespräche, tatkräftige Mithilfe beim Beladen von Containern, durch Spenden oder im Gebet. Bereits eure Kinder haben das Projekt in den Jahren 2011 und 2017 besucht, und nun wart auch ihr selbst vor Ort. Im Dezember habt ihr eine Reise nach Tansania unternommen und dabei neben dem Land und den Menschen auch das Projekt persönlich kennengelernt.

Was habt ihr während eures Besuchs im Land erlebt und gesehen?

Dank Wickis erlebten wir sehr viel in diesen 3 Wochen. In den ersten Tagen wohnten wir bei ihnen zu Hause und hatten Einblick in ihr reges Leben.  Danach waren wir mit ihnen zehn Tage quer durch’s Land unterwegs. Wir besuchten zwei Tierparks, einen Schweizer Lodge-Betreiber, Warenmärkte, fuhren durch riesige Waldgebiete mit intensiver Forstwirtschaft, begegneten einem einheimischen Lastwagenchauffeur, und vielen anderen Menschen.. Wertvoll waren die laufenden Übersetzungen von Wickis und ihre vielen Erzählungen von Begegnungen mit Menschen, die sie weitergaben. Dabei machten wir viele Fotos. Ganz am Schluss durften wir auch nach das Hillfswerk von Lehners in Mbalizi besichtigen und natürlich den Strand vom Malawisee geniessen.

Was hat euch am meisten am Land und den Menschen beeindruckt?

Das ganze Land ist sehr fruchtbar, und schön anzusehen. Topographisch bestehen grosse Ähnlichkeiten zur Schweiz. Die Täler und Ebenen sind weiter und offener. Das Land macht gerade einen riesigen Entwicklungsschritt. Überall wird gebaut, vor allem in den Agglomerationen. Die Menschen sind fleissig. Trotzdem ist eine grosse Armut sichtbar. Es fehlt an vielem. Vor allem an Ausbildung und sozialer Absicherung.

Wie habt ihr den Besuch bei MUMAU wahrgenommen und welchen Eindruck hat es bei euch hinterlassen?

Tief beeindruckt hat uns die Vielfalt von Projekten. Auch die Offenheit mit der Wicki’s über gelungenes und misslungenes aus ihrem Leben erzählen. Der Kontakt zu ihren Pflegkindern war dank dem Umstand, dass sie gerade Schulferien hatten intensiv. Die Menschen behandelten uns wie Königin und König. Das war manchmal fast zu viel des Guten. Wir wurden mit Früchten und Kleidern beschenkt. Wir sahen, wie die Aufbauarbeit von Wickis viele Spuren hinterlassen hat. Gerade die Ausbildung von Menschen, ob in der Nähschule, der mechanischen Werkstatt oder anderswo eröffnet neue Lebenswege in dieser von Armut gezeichneten Region. Einige ihrer ehemaligen MitarbeiterInnen sind heute selbständig erwerbende Geschäftsleute, dank dem was sie im MUMAU gelernt haben. Besonders die Lebensgeschichten der Pflegekinder haben uns tief berührt.

Welchen Tipp würdet ihr anderen Reisenden geben, die Tansania und das Projekt MUMAU besuchen möchten?

Wir machten mit Wickis den Termin ab, buchten das Flugzeug und sind los. Dabei hatten wir keine konkreten Erwartungen. Wir waren offen und freuten uns darauf, das Land und die Leute kennen zu lernen. Jedoch das Wissen im Hinterkopf, dass in Afrika nicht immer alles nach Plan läuft. Den Ferienplan hat Bruno für uns gemacht. Unser Himmlischer Vater gab das Gelingen dazu. Wir kehrten voller Eindrücke reich gesegnet zurück.

Vielen herzlichen Dank, dass ihr eure Eindrücke mit uns geteilt habt. Wir wünschen euch, dass ihr diese Begeisterung noch lange in euch tragen könnt.